Hotspots – gefährlich oder sicher?

Vonino TabletsWenn Sie mit dem Tablet unterwegs sind, haben Sie mehrere Möglichkeiten, wie Sie sich in das Internet einwählen können. Dabei können Sie sich auf den normalen Datentarif vom Anbieter berufen, allerdings können Sie auch die Verbindung via WLAN nutzen. Dabei wählen Sie sich dann in sogenannte Hotspots ein, die von anderen Leuten bereitgestellt werden. Das Einwählen in fremde Hotspots erlaubt eine schnelle Verbindung, birgt aber auch das eine oder andere Risiko. Worauf es hierbei ankommt und wie Sie sich schützen können, erfahren Sie im folgenden Ratgeber!

Die Arten der Hotspots

Hotspots – gefährlich oder sicher?Bevor Vorteile und Risiken von Hotspots erläutert werden können, muss zunächst auf die allgemeine Definition eingegangen werden. Hotspots können kostenlos oder kostenpflichtig angeboten werden, wobei es hier entscheidende Unterschiede gibt.

Kostenpflichtige Hotspots werden beispielsweise von der Telekom angeboten. Hier erstellen Sie sich im Vorfeld einen eigenen Hotspot-Account, der mit eigenen Bankverbindungen hinterlegt ist. Wählen Sie sich jetzt in das besagte Netz ein, wird Ihnen eine Gebühr berechnet. Diese erhöht sich, je länger Sie sich im Netz befinden. Diese Art der Hotspots war vor einigen Jahren sehr reichlich vorhanden, ist allerdings immer weniger geworden. Immer mehr Unternehmen und auch Städte setzen mittlerweile auf freie Hotspots, die auch als freie WLAN-Netzwerke bekannt sind.

Das freie WLAN-Netzwerk oder der freie Hotspot kann grundsätzlich von jeder Person – egal ob privat oder kommerziell – angeboten werden. So gibt es Restaurants, die bereits an der Eingangstür mit einem freien WIFI werben. Dafür müssen Sie lediglich die WLAN Verbindung vom Smartphone oder Tablet aktivieren und schon können Sie sich in bestehende Netzwerke einloggen. Einen Betrag müssen Sie in diesem Fall nicht zahlen. Sie können völlig kostenlos surfen. Das funktioniert dann auch mit den Modellen, die eigentlich nur für das Eigenheim gedacht sind – beispielsweise die großen Tablets mit 12,2 Zoll Bilddiagonale.

Spionage im WLAN Netzwerk

Unlängst gibt es immer wieder Nachrichten und Meldungen darüber, dass Personen im eigenen WLAN Netzwerk ausspioniert werden können. Viel öfter geschieht die Spionage dann über freie Netzwerke im Café, in dem dann mehrere hundert Leute gleichzeitig im Netz sind. Diese Spionage erfolgt immer dann, wenn Sie Daten unverschlüsselt absenden.

Das normale Surfen im Netz ist in der Regel unverschlüsselt, sofern Sie diese Funktion nicht in den Einstellungen vom jeweiligen Tablet aktivieren. So gibt es Browser auf dem Smartphone oder Tablet, die eine verschlüsselte Kommunikation erlauben. Wäre die Übertragung unverschlüsselt, könnten Personen mittels einfacher Hacker-Programme mitlesen, was Sie schreiben oder wo Sie surfen. Auch beim Nachsehen von intimen Dateien – beispielsweise Bankdaten – können Hacker theoretisch einsehen, welche Eingaben Sie machen.

Schützen Sie daher Ihr Tablet, indem Sie alle Daten verschlüsselt übertragen. Der erste Schritt sollte dabei in die eigenen Mailkonten sein. So gibt es die Möglichkeit bei Android oder anderen Betriebssystemen, dass das sogenannte HTTPS verwendet wird. Dies ist eine Adresse, bei der Daten verschlüsselt über einen Server übertragen werden. Auch die Funktion SSL kann ein Hinweis darauf sein, dass Daten verschlüsselt werden.

Tipp! Wenn Sie also im offenen WLAN Netzwerk unterwegs sind, sollten Sie immer die Verschlüsselung von Internetdaten prüfen! Ist diese deaktiviert, entfernen Sie sich aus dem WLAN Netzwerk. Gehen Sie keine Risiken ein!

Vermeiden Sie persönliche Logins

Wenn Sie sich im öffentlichen Hotspot befinden, sollten Sie grundsätzlich niemals intime Daten preisgeben. Das soll bedeuten, dass Sie das Einloggen in persönliche Konten vermeiden sollten. Gerade Online-Banking oder das Prüfen vom Amazon-Account sollte in einem öffentlichen Netz vermieden werden. Machen Sie dies im eigenen WLAN-Netzwerk – nutzen Sie aber auch hier verschlüsselte Dateiübertragungen.

Fälscher nutzen falsche Hotspots

Ein großes Problem besteht auch darin, dass immer mehr Betrüger falsche Hotspots nutzen, um andere Personen in die Falle zu locken. So ist es mit nahezu jedem neuen Smartphone oder Tablet möglich, dass das eigene Gerät zum mobilen Hotspot wird. Was bedeutet das genau? Im Kern wird Ihr Tablet zu einem mobilen Router, auf dem sich gleich mehrere Personen einloggen können und Ihre Datenverbindung zum Surfen einsetzen können. Genutzt wird diese Funktion beispielsweise dann, wenn Sie mit dem Laptop ins Netz wollen und gerade keine aktive Internetverbindung besitzen. Schon wird das Smartphone zum eigenen Hotspot und der Laptop kann sich einwählen.

Diese Funktion bietet aber auch die Möglichkeit, dass Hacker auf falsche Ideen kommen. So kann es passieren, dass sich Hacker in öffentlichen Räumen aufhalten und ihr eigenes Smartphone als Hotspot anbieten. Der Name vom Hotspot ist dann so gewählt, dass Personen denken würden, dass es sich hierbei um ein offizielles WLAN Netzwerk handelt. Einmal eingewählt, kann der Hacker im Handumdrehen auf alle Funktionen zugreifen und Sie komplett ausspähen.

Besonders kritisch wird es dann, wenn sich das Smartphone oder das Tablet automatisch in bekannte Hotspots einwählt. Gerade wenn die Namen von Hotspot-Betrügern sehr ähnlich sind, kann sich das Handy unabsichtlich ins Netz einwählen, ohne dass Sie zugestimmt haben. Damit Sie sich davor schütze können, sollte die Funktion umgehend ausgeschaltet sein. Prüfen Sie jede Verbindung im Vorfeld und nehmen Sie Abstand, wenn Ihnen der Name vom Netzwerk als kritisch erscheint

Wichtige Schritte zur eigenen Sicherheit

Tipp Hinweise
Allgemein
  • Achten Sie auf verdächtige Namen von Hotspots
  • Verwenden Sie keine Bankdienste oder andere intime Daten, während Sie im Hotspot unterwegs sind
Verschlüsselung
  • Nutzen Sie verschlüsselte Übertragungen beim Surfen im Hotspot
  • Sichern Sie Ihren Mail-Account mit HTTPS
  • VPN-Verbindungen können bei Notebooks helfen

Vor- und Nachteile von Hotspots

  • oftmals frei zugänglich
  • inzwischen stellen auch große Unternehmen kostenfreie Hotspots
  • Sie sparen Ihr eigenes Datenvolumen
  • nicht alle Hotspots sind ohne Passwort zugänglich

Sicherheit im Hotspot ist keine einfache Sache – wie der Ratgeber zeigt!

Möchten Sie ausreichend abgesichert sein, wenn Sie im Hotspot unterwegs sind, sollten Sie eigene Schritte gehen. Zwar gibt es auch sichere und offizielle Hotspots von wichtigen Unternehmen, doch auch hier kann es immer passieren, dass sich Dritte einwählen, um an Ihre empfindlichen Daten zu gelangen. Gerade Account-Daten von Shopping-Portalen sind besonders begehrt, denn mit ihnen kann der gesamte Einkauf erledigt werden, ohne dass sich der Nutzer nachträglich schützen kann. Doch auch der Diebstahl von Bankdaten ist nicht weniger üblich. Damit Sie nicht in die Falle tappen, sollten Sie die vorherigen Tipps beachten und die Tablets bestellen, die eine aktive Verschlüsselung besitzen. Oft können solche Merkmale in den Einstellungen nachgelesen werden. Erfahrungen anderer Käufer können ebenfalls helfen, damit Sie nicht bestohlen werden.

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